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Das Thema Flüchtlinge ist kein temporäres Thema mehr. Schon seit Längerem beschäftigen sich im Kulturbereich immer mehr Akteure, Kulturpolitiker und Kulturbetriebe mit der Frage, welche Herausforderungen das Thema Flüchtlinge an ihre Arbeit stellt. Dabei muss klar festgehalten werden, dass der Kulturbereich nicht prädestiniert ist, Lösungen für Fragen wie Integration oder Willkommenskultur anzubieten. Er kann aber Begegnung erzeugen, Austausch und Dialog, ganz ohne wie auch immer geartete Erfolgserwartungen. In diesem Gestaltungsspielraum, der eigentlich aus vielen Zwischenräumen besteht, ist auch das Kulturmanagement gefragt. Hauptziel dabei sollte der Ansatz einer gegenseitigen Ermächtigung sein, bei der alteingesessene und neue Kulturakteure gemeinsame Positionen formulieren auf Augenhöhe. Also kein Audience Development, sondern ein Audience Empowerment, bei dem aus einer Kümmer-Haltung eine kollaborative Haltung aller Beteiligten wird.
Gernot Wolfram, 08.04.2016
Während sich die Gesellschaft ständig verändert, kämpfen öffentliche Kultureinrichtungen wie Stadtmuseen mit steifen kommunalen Strukturen, Ressourcen-Mangel und Schwellenängsten zwischen fachlichem Anspruch und bürgerlichen Interessen. Die Kulturstiftung des Bundes möchte Stadtmuseen mit der Förderinitiative Stadtgefährten für experimentelle, gemeinschaftliche Projekte mit neuen Partnern dabei unterstützen, sich trotz solcher Hürden als sichtbare Orte des Austausches neu zu positionieren. Wir sprachen mit dem Programmverantwortlichen Carl Philipp Nies über Partizipation, innermuseale Reflexion, Kritik und Machtverhältnisse zwischen Häusern, Besuchern, Partnern und Förderern.
Kristin Oswald, 04.04.2016
Die Theaterlandschaft in Deutschland ist vielfältig und sie hat ihre Lieblinge. Das Gastspieltheater gehört nicht dazu. Es klingt nach Wanderbühne, fahrendem Volk und eher nach auf-Achse als auf-Niveau. Doch das stimmt so nicht. Gastspiel- und Tourneetheater sind dort wichtig, wo es keine produzierenden Häuser gibt. In ländlichen Regionen, in kleinen und mittelgroßen Städten und Kommunen, ist es oft die einzige Chance, professionelles Theater zu sehen, ohne in die nächstgelegene Metropole fahren zu müssen. Doch auch, wenn die Mühlen auf dem Land vermeintlich langsamer mahlen, zeichnen sich dort anstehende Entwicklungen umso gnadenloser ab. Und es ist an der Zeit, dass sich das Gastspieltheater zu diesem Zwecke professionalisiert.
Eva Göbel, 23.03.2016
Im März endet das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgerufene Wissenschaftsjahr Zukunftsstadt. Es beschäftigte sich mit der Frage, wie Städte zu nachhaltigen Wohn- und Wirtschaftsorten werden können. Unzählige Projekte und Veranstaltungen wurden für diesen Anlass ins Leben gerufen und auch künstlerische Ansätze nicht außer Acht gelassen. Beiträge von KulturmanagerInnen zu ihren Aufgaben in der Zukunftsstadt fehlten hingegen völlig. Deshalb begeben wir uns in dieser Reihe begeben auf eine Spurensuche, diesmal nach der Kulturpolitik in der Stadt von morgen.
Kristin Oswald, 07.03.2016
Im März endet das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgerufene Wissenschaftsjahr Zukunftsstadt. Es beschäftigte sich mit der Frage, wie Städte zu nachhaltigen Wohn- und Wirtschaftsorten werden können. Unzählige Projekte und Veranstaltungen wurden für diesen Anlass ins Leben gerufen und auch künstlerische Ansätze nicht außer Acht gelassen. Beiträge von KulturmanagerInnen zu ihren Aufgaben in der Zukunftsstadt fehlten hingegen völlig. Deshalb begeben wir uns in dieser Reihe auf eine Spurensuche.
Kristin Oswald, 29.02.2016
Im Januar präsentierte der Europäische Metropolregion München e.V. die Ergebnisse des zweiten, aktualisierten und erweiterten Datenreports zur Kultur- und Kreativwirtschaft der Metropolregion München. Im EU-Regionenvergleich hat sie durch überproportionales Wachstum der Branche die Spitzenposition erreicht. Auch im bundesweiten Vergleich hat die Region überdurchschnittliche Anteilswerte. Zudem zeigen die thematischen Schwerpunkte der Studie die großen Entwicklungspotenziale der Branche auf.
26.02.2016
Am 28. Januar fand die Bibliothekskonferenz Chancen 2016 in München statt. Neben fachlichen Vorträgen wurde auch die aktuellste Umfrage zu den Vorstellungen und Wünschen von Bibliotheks-NutzerInnen vorgestellt.
Eva Göbel, 10.02.2016
Mit Evaluation im Kulturbereich hatte sich der Fachverband Kulturmanagement für seine 9. Jahrestagung kein einfaches Thema ausgesucht. Entsprechend vielfältig waren die Gesichtspunkte der Mess- und Bewertbarkeit von kulturellen Formaten und Produkten, die vom 14. bis 16 Januar an der ZHAW Winterthur diskutiert wurden. Über künstlerische Qualität hinaus müssen auch die Lehre, die Institutionen und die Kulturpolitik evaluiert werden. Hier können Evaluationen strukturelle Schwächen und Potenziale offen legen und die kulturelle und kulturmanageriale Tätigkeit unterstützen.
Kristin Oswald, 08.02.2016
Kulturentwicklungsplanung wird in der Regel nicht mehr diktatorisch von einer Beratungsfirma oder aus der Amtsstube heraus erstellt. Auch Kulturpolitiker haben den Ansatz der Akteurs- und Bürgerbeteiligung inzwischen verinnerlicht und brauchen diese, um zeitgemäß arbeiten zu können. Wir unterhalten uns im zweiten Teil unseres Interviews mit dem Kulturberater Patrick S. Föhl darüber, wie Kulturpolitk und Kulturmanagement den gesellschaftlichen Wandel mitgestalten können.
Veronika Schuster, 29.01.2016
Das Goethe-Institut bietet seit 2009 neue Qualifizierungsprogramme im Kulturbereich, insbesondere für KulturmanagerInnen an. Ziel dieser Programme ist neben der beruflichen Qualifizierung die internationale Vernetzung sowie die Initiierung gemeinsamer Projekte im Kulturbereich zwischen den Herkunftsländern der Teilnehmenden und Deutschland. In einem Interview mit Imke Grimmer werden einige Grundfragen dieses Engagements besprochen.
22.01.2016
Debatten über die Finanzierung von Kultur münden oft in das Credo: Ausgaben sparen und öffentliche Subventionen erhöhen. Dass diese Praxis irgendwann an das Ende der Fahnenstange stoßen wird, liegt auf der Hand. In Zukunft müssen Kultureinrichtungen vielmehr in der Lage sein, ihre Kosten strategisch anzugehen und zumindest teilweise auch durch eigene Erlöse zu decken.
08.01.2016
Am 13. November 2015 veranstaltete das Institut für Kulturkonzepte zum dritten Mal das Kulturmanagement Forum in Wien. Das Kulturmanagement Forum versteht sich als Kultur-Plattform, bei der sich Führungskräfte, EntscheidungsträgerInnen, Kreativ-UnternehmerInnen und KulturmanagerInnen austauschen und vernetzen.
04.01.2016
Eine Evaluation soll sachliche Antwort auf die Frage geben, ob ein Projekt oder eine Einrichtung die angestrebten Ziele erreicht. Das ist im Kulturmanagement ein komplexer Vorgang, da der angestrebte Zweck teils abstrakt ist, wenn es um kulturelle Bildung oder die Persönlichkeitsentfaltung geht. Teils ist er aber sehr konkret, denn Prozesse und Qualität des Kulturmanagements kann man durchaus bewerten. Mit dieser Kluft zwischen Theorie und Praxis beschäftigt sich die Jahrestagung des Fachverbands Kulturmanagement vom 14. 16. Januar 2016. Wir sprachen zuvor mit dem Kultursoziologen Tasos Zembylas darüber, warum sich Kulturmanagement und Kulturproduktionen messen lassen müssen.
28.12.2015
Deutsche Museen und Ausstellungshäuser verzeichneten für das Jahr 2014 insgesamt knapp 118 Millionen Besuche und damit fast 3 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Diese Zahlen haben das Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin und der Deutsche Museumsbund e.V. veröffentlicht. Neben den Besuchszahlen und weiteren statistischen Angaben, etwa zu Eintrittspreisen und Öffnungszeiten, wurden Informationen zu Herkunftsforschung, Museumsleitung und dem Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter in Museen erhoben.
22.12.2015
Viele Künstler und Kreative beschäftigen sich nicht gerne mit der Frage, wie sie mit ihrer Kunst und ihren Fähigkeiten ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Dabei würde gerade die Auseinandersetzung mit dieser Frage mehr Freiheit und Unabhängigkeit bedeuten, auch für Kulturmanager aus öffentlichen Kultureinrichtungen. Das 5. Viadrina Kulturmanagement Symposium beschäftigte sich deshalb mit dem Thema Cultural Entrepreneurship.
Eva Göbel, 18.12.2015
Kulturentwicklungsplanung wird in der Regel nicht mehr diktatorisch von einer Beratungsfirma oder aus der Amtsstube heraus erstellt. Auch Kulturpolitiker haben den Ansatz der Akteurs- und Bürgerbeteiligung inzwischen verinnerlicht und brauchen diese, um zeitgemäß arbeiten zu können. Wir unterhalten uns im ersten Teil unseres Interviews mit dem Kulturberater Patrick S. Föhl, darüber mit welchen Ansätzen und Methoden moderne Kulturentwicklungsplanung arbeitet.
Veronika Schuster, 16.12.2015
Die Digitalisierung verändert nicht nur das Kulturerlebnis, sondern auch das Denken über die Rahmenbedingungen der täglichen Arbeit und die Strukturen kulturellen Schaffens. Zugleich eröffnet sie eine Vielzahl an Möglichkeiten, den wirtschaftlichen Mehrwert von Kultur zu erhöhen. Der Bereich Cultural Entrepreneurship denkt die Schnittmenge zwischen Kultur, Technologie und Unternehmertum neu. Er nutzt die Dynamiken, die sich dem Kulturbereich bieten, um die gängigen Geschäftsmodelle und den Impact von Kultur zu revolutionieren. Cultural Entrepreneurship kann damit ein Weg sein, sich gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu neu positionieren, ohne die eigenen künstlerischen und gesellschaftsidealistischen Ansprüche aufzugeben.
14.12.2015
Im Rahmen der Veranstaltung »Kulturpolitik als Transformationspolitik Mit und von Thüringen lernen?!« wurden am 26.11.2015 die Ergebnisse eines intensiven mehrmonatigen Diskussionsprozesses um die Kulturentwicklungskonzepte für zwei Thüringer Modellregionen präsentiert. Die Broschüre behandelt Qualitäten wie Strukturprobleme der Modellregionen und zeigt Strategien regionaler Kulturpolitik auf. Intensiv beleuchtet werden auch die Handlungsfelder für eine zeitgemäße Kulturentwicklung.
02.12.2015
Die Niederösterreichische Kulturwirtschaft GesmbH (kurz NÖKU genannt) vereint als Holdinggesellschaft und Kulturmanagement-Organisation 12 Tochtergesellschaften, die die Träger einer Vielzahl von künstlerischen und wissenschaftlichen Aktivitäten sind. Mit mehr als 30 Kunst- und Kulturmarken steht die NÖKU für die Verbindung von Kunst, Kultur und Wissenschaft mit unternehmerischem Denken und Handeln. Das Institut für Kulturkonzepte Wien sprach mit der HR-Verantwortlichen Martina Schabasser darüber, welche Rolle Recruiting, Management und Weiterbildung der 700 ständigen und in Spitzenzeiten (Festivals) bis zu 1.000 MitarbeiterInnen für die NÖKU spielen.
Daniela Unterholzner, 25.11.2015
Museen in Deutschland haben in den letzten Jahren den Aufgabenbereich Kommunikation zunehmend professionalisiert und ausgebaut. Die interne Kommunikation bleibt dabei aber oftmals auf der Strecke, nur selten ist dieser Bereich strategisch aufgestellt und die Zuständigkeiten geklärt. Noch immer kommt es in kleineren wie in größeren Häusern zu oft vor, dass MitarbeiterInnen aus der Zeitung erfahren, dass ein Neubau geplant ist oder Budgetkürzungen und damit Stellenabbau ins Haus stehen. Mit den daraus resultierenden Fragen und Problemen befasste sich der Arbeitskreis Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Museumsbund (DMB).
Jutta Frings, 23.11.2015