18.11.2011

Autor*in

Dirk Heinze
Konferenzen

No story - no fans

Der Titel dieses aktuellen eBooks von Raf Stevens passt ideal zur diesjährigen stART.Conference. Wir zeichnen vom zweiten Tag wieder Schlaglichter anhand der heutigen Twitter-Nachrichten.
Wer keine Geschichte um sein Kunstangebot zu erzählen weiß, der dürfte es auch schwer haben, ein Publikum dafür zu interessieren. Dies war im übrigen schon vor dem Social Web so - heute ist Transmedia Storytelling umso wichtiger.

Christian Henner-Fehr (@kulturmanager) unterstrich in seinem Vortrag, dass man erst die Unternehmenskultur klären sollte, bevor man mit den social media aktiv wird. Bei allem Hand zum Aktionismus und Ausprobieren: die Frage, welche Erzählformen und Plattformen zu mir passt, ist ebenso wichtig wie die, welche Ressourcen dafür abzustellen sind. Spannend auch die These, man sei am Ende der Hierarchien angelangt, und spartenübergreifende Netzwerke treten an ihre Stelle.

Patrick Breitenbach (@Breitenbach) nahm sich Lady Gaga als Beispiel, um daran die wichtige Pflege von Fanbeziehungen aufzuzeigen. Die Mode- und Popikone versteht es geschickt, sich kreativ und geschäftstüchtig in einen permanenten Dialog mit ihrem Publikum zu begeben, beispielsweise durch virtuelle Fantreffen. Breitenbach motiviert zum Abschluss seine Zuhörer in biblischer Abwandlung: Gehet hin und seid großartig.


Bild: Screenshot der Website der stART.11

Die Abschlussdiskussion mit @frank_tentler, @kulturmanager, @amos_VM, @axel_vogelsang und @breitenbach fragte dennoch provozierend: ist Social Media tot? Kaum, wenn man die intensive Kommunikation über die transmedialen Kanäle allein auf der start.11 mitverfolgen durfte. Digital Natives denken ohnehin gar nicht darüber nach - sie setzen sie wie selbstverständlich im täglichen Leben ein. Das beste Social Media ist für Patrick Breitenbach noch immer, wenn andere es für einen machen. Dabei muss man allerdings bereit sein, dass der User selbst bestimmt, wie die Geschichte geschrieben wird.

Vom Tag 1 der Konferenz sind inzwischen erste Videos und Fotos verfügbar, u.a. die Vorträge von Frank Tentler (Die Welt des Digitalen Erzählens) und Marcus Brown (Streamtelling): http://www.startconference.org/2011/11/18/start11-videos-fotos-beitrage-tag-1/

Durch beide Tage ziehen sich unendlich viele positive Feedbacks auf Twitter - da fühlt sich die eine beflügelt von der Konferenz, der andere hat Ruhe und Besinnung gefunden. Und vielleicht würden viele zustimmen, was ein ungenannter Teilnehmer als Fazit von der stART.11 mitnahm: "Transmedia Storytelling ist eine Kunstform und kein Marketing".

Weitere Eindrücke von der diesjährigen stART Conference lesen Sie dann im nächsten KM Magazin am 5.12.2011

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