16.01.2012

Autor*in

Thomas Trenkler
Meldung

Die Gehälter von österreichischen KulturmanagerInnen

Der österreichische Rechnungshof veröffentlichte soeben den Bericht des Rechnungshofes über die durchschnittlichen Einkommen sowie die zusätzlichen Leistungen für Pensionen bei Unternehmungen und Einrichtungen im Bereich der öffentlichen Wirtschaft des Bundes in den Jahren 2009 und 2010. Die Tageszeitung Der Standard hat dazu ein Ranking zusammengestellt. Klar ersichtlich ist, dass der Direktor der Wiener Albertina Klaus Albrecht Schröder der bestverdienende Kulturmanager Österreichs ist.
Jahrelang hatte Wilfried Seipel als Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums das Ranking der bestverdienenden Kulturmanager des Landes angeführt. Nun, nach seinem nicht ganz freiwilligen Abgang, gibt es einen neuen Spitzenreiter: Klaus Albrecht Schröder, der Direktor der Albertina, verdiente im Jahr 2010 laut Einkommensbericht des Rechnungshofes 275.500 Euro. Im Jahr zuvor hatte er 213.300 Euro erhalten. Schröder durfte sich also über eine Gehaltssteigerung in der Höhe von 62.200 Euro beziehungsweise 29,16 Prozent freuen.

Das Leitungsduo des Kunsthistorischen Museums bleibt aber das teuerste unter all den Kulturinstitutionen, die vom RH geprüft werden. Denn Sabine Haag, Seipels Nachfolgerin, kam 2010 auf 270.900 Euro - und Paul Frey, der kaufmännische Direktor, auf deren 220.600. Der Einkommensbericht legt die Gehälter zwar anonymisiert offen, allerdings unterscheidet der Rechnungshof erstmals zwischen Frauen und Männern. Bei je einem weiblichen und einem männlichen Mitglied in der Geschäftsführung ist die Zuordnung daher recht einfach.

Kommentare (0)
Zu diesem Beitrag sind noch keine Kommentare vorhanden.