19.01.2011

Autor*in

Thomas Neuhold
Meldung

Kulturpolitik Salzburg: "Friedliche Koexistenz" zweier Kulturen

Der Standard hat über den Jahrswechsel eine ausgezeichnete Serie zur Kulturpolitik in den Bundesländern recherchiert und publiziert. Heute: Salzburg: Die Salzburger Festspiele und die freie Szene leben in Parallelwelten.
Salzburg - "Kultur ist Sache der Länder" - mit diesem Satz hat der Standard die Serie zur Kulturpolitik der Länder eröffnet. Thomas Randisek hat ihn auch gelesen.

Formal sei das schon richtig, sagt Randisek, finanziell wäre die Sache in Salzburg aber doch anders. Randisek - seit rund zwei Jahrzehnten im Dachverband Salzburger Kulturstätten Geschäftsführer und als Lobbyist der freien und autonomen Einrichtungen profunder Kenner der kulturpolitischen Irrungen und Wirrungen an der Salzach - hat einen überraschenden Zahlenvergleich parat: Mit rund 4,7 Millionen Euro für die freie Förderung im Voranschlag 2011 liegt das Land Salzburg gerade einmal 700.000 Euro vor der Stadt Salzburg. Diese hat für 2011 vier Millionen freie Förderung vorgesehen.

Obschon das Land "für 2011 das niedrigste Kulturbudget seit Jahren" (Randisek) vorgelegt hat und trotzdem die Stadt im Verhältnis ungleich mehr für die Kultur übrig hat, bemüht sich der Vertreter von 80 im Dachverband organisierten Kultureinrichtungen um ein mildes Urteil. Mit dem 39 Jahre alten Kulturressortchef, Landeshauptfraustellvertreter David Brenner (SPÖ), habe man endlich einen Ansprechpartner, "für den Salzburg allein schon aufgrund seines Alters ohne die freien Häuser und ohne die autonome Szene nicht mehr vorstellbar ist."

Die positive Entwicklung ist trotz finanzieller Engpässe gerade in der personellen Ausstattung nicht zu übersehen. Derzeit geht man daran, in allen politischen Bezirken des Landes Mehrspartenhäuser zu errichten.....

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