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19. November 2017

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Europäische Kulturmarken-Awards 2017 verliehen

Am 9. November wurden auf der „Night of Cultural Brands“ im Wintergarten Berlin die Preisträger der Europäischen Kulturmarken-Awards 2017 geehrt. Eine Jury aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und führenden Fachmedien wählte am 29. September 2017 in den Verlagsräumen des Tagesspiegel die Preisträger in den Kategorien »Europäische Kulturmarke«, »Europäische/r Kulturmanager/in«, »Europäischer Kulturinvestor«, »Europäische Trendmarke«, »Europäische Kulturtourismusregion«, »Europäisches Bildungsprogramm« sowie »Stadtkultur«.

Guggenheim Museum Bilbao ist „Europäische Kulturmarke des Jahres 2017“

Die Jurybegründung: Das Guggenheim Museum Bilbao hat vor allem die sowohl kulturelle als auch wirtschaftliche Bedeutung für die Region geprägt. Es sei dem Museum mit seiner einmaligen Architektur gelungen, das Stadtbild und die Stadtkultur nachhaltig zu prägen. Der „Bilbao-Effekt“ zieht inzwischen jährlich über eine Million Besucher aus der ganzen Welt in das Kunstmuseum für Moderne Kunst. Laut Jury sei dem hochkarätigen Museum so auch eine führende Positionierung als Kulturmarke auf dem europäischen Markt gelungen.

Frances Morris, Direktorin der Tate Modern London als „Europäische Kulturmanagerin des Jahres 2017“ geehrt

Die Jurybegründung: Frances Morris hat sich mit ihrem engagierten Einsatz für die Kultur einen Namen als profilierte Direktorin gemacht. 16 Jahre trug sie als Sammlungsleiterin wesentlich zum Erfolg der Tate Modern in London bei und wurde im letzten Jahr zu deren Direktorin berufen. Als Spezialistin für europäische und zeitgenössische internationale Kunst entwickelte sie maßgeblich den Erweitungsbau der Tate und setzt sich auch für Frauen in der Kunst ein. 

Würth-Gruppe ist „Europäischer Kulturinvestor des Jahres 2017“ 

Die Jurybegründung: Kunst- und Kulturaktivitäten sind fester Bestandteil der Unternehmenskultur bei Würth, seit über 50 Jahren wird die Sammlung Würth auf- und ausgebaut. Die Jury lobte besonders die große Bandbreite an Förderungen und das starke persönliche Engagement von Prof. Dr. Reinhold Würth und seiner Tochter Bettina Würth. Ebenso beeindruckte die Jury die europäische Ausrichtung der Stiftung sowie der Fokus auf die Nachhaltigkeit und somit die Bewahrung von Kunst und Kultur für kommende Generationen.

Prof. Gereon Sievernich wurde für sein Lebenswerk geehrt

Die Jurybegründung: Seit 2001 ist Prof. Gereon Sievernich Direktor des Martin-Gropius-Baus. Laut Jury zeichnet sich Sievernich besonders durch die Öffnung des Hauses für alle Generationen und zukunftsgerichtete Inhalte aus, wobei klassische Marketingmantren wie die klare Bestimmung der Zielgruppen in den Hintergrund rücken, solange der Mensch als Museumsbesucher im Fokus steht. Der Erfolg spricht für ihn: Das vielfältige Ausstellungsprogramm begeistert Jahr für Jahr über 500.000 Besucher.

Der Kulturzug Berlin – Wroclaw // Breslau ist „Europäische Trendmarke des Jahres 2017“ 

Die Jurybegründung: Das klare Profil sowie die interkulturelle Ausrichtung seien Grund für den Vorbild-Charakter des Projekts. Seit April 2016 verbindet der Kulturzug der Deutsch-Polnischen Gesellschaft die beiden Städte Berlin und Wroclaw miteinander und ist damit als europäisches Bindeglied zwischen Deutschland und Polen zu betrachten. Mobil und doch analog werden aus Sicht der Jury mit einem vielfältigen Kultur- und Bildungsprogramm auf zwei Sprachen neue Zugänge zu Kultur für Jung und Alt ermöglicht.

#urbanana, ein Projekt von Tourismus NRW, ist »Europäische Kulturtourismusregion des Jahres 2017“

Die Jurybegründung: Mit dem Projekt #urbanana fördert Tourismus NRW den kreativen Städtetourismus im bananenförmigen Ballungsraum. Urbanana fördere die Verbindung der Städte in Nordrhein-Westfalen und mit einem breiten Ansatz, der von Festivals über Urban Art zu Musik und Mode reicht, werde nachhaltig ein großes Netzwerk mit originellen Inhalten aufgebaut. Laut Jury stehe dabei die Entwicklung neuer Partnerschaften mit hiesigen Szenemedien gleichberechtigt neben der Förderung der Zusammenarbeit zwischen Kreativwirtschaft, Tourismuswirtschaft und Stadtgesellschaft.

Programm der Daetz – Stiftung als „Europäisches Bildungsprogramm des Jahres 2017“ ausgezeichnet 

Die Jurybegründung: Die Jury bezeichnete die Arbeit der Daetz-Stiftung als „typisches, beispielhaftes Bildungsprogramm“. Seit über 20 Jahren leiste das Institut einen vorbildlichen Beitrag zum besseren gegenseitigen Verstehen der Menschen aus verschiedenen Kulturen. Die innovativen und praxisbezogenen Bildungskonzepte orientieren sich laut Jury an den Bedürfnissen der Teilnehmer und bereiten diese bestens auf die Herausforderungen des Alltags vor.

Kulturamt Stuttgart holt mit dem Zukunftslabor Kultur den Preis für Stadtkultur 2017

Die Jurybegründung: Das Zukunftslabor des Kulturamts der Landeshauptstadt Stuttgart überzeugte die Jury durch seinen modernen und zukunftsgerichteten Ansatz. Der visionäre Think Tank untersucht und gestaltet im Dialog mit der Stadtgesellschaft die kulturelle Zukunft der Landeshauptstadt. Laut Jury ist die digitale und partizipative Ausrichtung des Zukunftslabors die beste Voraussetzung, um die kulturellen gesellschaftlichen Herausforderungen einer Stadt zu bewältigen.

15.11.2017, Kristin Oswald
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