07.12.2022

Autor*in

Vera Allmanritter
ist Politikwissenschaftlerin und Kulturmanagerin. Sie leitet das Institut für Kulturelle Teilhabeforschung (IKTf) Berlin und ist Honorarprofessorin für Kultur und Management an der Fachhochschule Potsdam. Zuvor war sie freiberuflich und als Mitarbeiterin an verschiedenen Hochschulen, Stiftungen und Kultureinrichtungen tätig. Sie ist Co-Sprecherin der Arbeitsgruppe "Methoden der empirischen (Kulturbesucher*innen-)Forschung". 
Hellen Gross
ist Professorin für Kultur- und Sozialmanagement an der Hochschule Coburg. Sie promovierte an der Universität Mannheim am Lehrstuhl für allg. BWL, Public und Nonprofit Management und arbeitete als Unternehmensberaterin. Schwerpunkte ihrer Forschung liegen in den Gebieten Marketing und Fundraising, Finanzmanagement sowie Freiwilligenmanagement und Mitarbeitermotivation.
Katharina Pfennigstorf
ist Leiterin des Universitätslehrgangs Kulturmanagement sowie stellvertretende Leiterin des Instituts für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM) der mdw-Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Ringo Rösener
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich "Kulturmanagement und Soziologie des kulturellen Feldes" am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig. Er arbeitet zur kulturellen Verarbeitung der HIV/AIDS-Krise der 1980er und -90er Jahre sowie zum als Kino als kulturellen Ort.
Interview mit dem Vorstand des Fachverband Kulturmanagement

Kulturmanagement breiter denken

Die Corona-Pandemie hat auch im Fachverband Kulturmanagement für pausierte Projekte, regelmäßiges Umplanen und ein Hinterfragen der Arbeitsweisen gesorgt. Einen Weg zurück zu einer neuen Normalität zu finden, ist nur eine der Aufgaben für den neu gewählten Vorstand des Verbands, mit dessen vier Mitgliedern wir sprachen.
Das Gespräch führten Dirk Schütz und Johannes Hemminger.
 
Wie hat die Coronapandemie die Verbandsarbeit generell beeinflusst? Was sind Ihre Erwartungen und Pläne für die Zukunft?
 
Vera Allmanritter: Es war ein Spagat, die Schwierigkeiten im eigenen Arbeitsfeld und im Privaten zu bewältigen und trotzdem die Fachverbandsarbeit aufrechtzuerhalten. Da gab es Herausforderungen, die alle kennen: Bspw. man überlegt sich Veranstaltungen und Austauschformate, die dann doch nicht live stattfinden können. Dann versucht man, es online zu machen, obwohl alle eigentlich online-müde sind und die Technik hakt. Den Umständen entsprechend haben wir viel geschafft, auch durch die Unterstützung vieler Mitglieder. So haben wir beispielsweise die Mitgliederzahlen sogar leicht erhöht und erfolgreiche Kolloquien für Doktorand*innen veranstaltet. Das wurde stark von einer guten kollegialen Zusammenarbeit im alten Vorstand und dem engen Kontakt zu vielen Mitgliedern beeinflusst. Gleichzeitig gab es aber verständliche Ungeduld seitens einiger Mitglieder, dass es nicht mehr inhaltliche Austauschformate gab, zumal angesichts der digitalen Entwicklungen. Wir haben aber gemerkt, dass wir das nicht parallel zu einigen dringlichen Projekten auch noch organisieren können. Zu diesen Projekten gab es mehrfach Online-Austauschformate mit den Mitgliedern. Zum einen stand dringend eine Reform der Satzung an. Die alte Version aus der Zeit der Verbandsgründung war an vielen Stellen nicht mehr zeitgemäß und bspw. für nun plötzlich dringend benötigte Online-Abstimmungen und -Wahlen nicht geeignet. Zudem stand eine Reflexion der Zusammenarbeit mit der ursprünglich aus dem Verband heraus entstandenen Zeitschrift für Kulturmanagement und Kulturpolitik an. Gleichzeitig hatten die Mitglieder mit den gleichen pandemiebedingten Herausforderungen zu kämpfen wie viele Vorstandsmitglieder und konnten sich nicht so stark in den Verband einbringen. Da habe ich gute Hoffnung, denn das wird sich jetzt ändern, wenn die Arbeitssituation und die private Situation "normaler" werden. 
 
Ringo Rösener: Durch die Coronakrise sind das Arbeiten und die Kommunikation in unserem Verband einfacher geworden, der über die drei Länder Deutschland, Österreich und Schweiz organisiert ist. Das eröffnet eine neue Schlagkraft und neue Möglichkeiten, die nicht nur den Fachverband prägen werden. So ist es jetzt wesentlich leichter, sich als Vorstand nahezu monatlich (digital) zu treffen. Auch wollen wir den Newsletter weiter nutzen, um regelmäßig Verbandsthemen zu kommunizieren. Des weiteren wollen wir uns mit den Mitgliedern öfter digital treffen. "Meet the Vorstand" ist ein Format, das der vergangene Vorstand initiiert hat und das wir gern fortsetzen möchten. Wir befinden uns dabei teilweise immer noch in der Phase, mit dem, was wir in den letzten zwei, drei Jahren gelernt haben, umzugehen und uns darauf einzulassen. So stellt sich bspw. die berechtigte Frage, ob und, wenn ja, wie die nächste Jahrestagung hybrid stattfinden könnte. Technisch gibt es inzwischen viele Möglichkeiten, aber haben die Mitglieder auch Lust auf so etwas?
 
Hellen Gross: Daher hoffen wir, dass das Vernetzen als eines unserer wichtigsten Ziele nach der Pandemie durch die Präsenzveranstaltungen wieder einfacher wird. Natürlich greifen wir auch Themen auf, die unsere Vorgänger*innen schon behandelt haben, zum Beispiel lebendiger Diskurs, internationale Ausrichtung und Projekte anzustoßen. Beispiele wären, Arbeitsgruppen zu inhaltlichen Themen der Kulturmanagementforschung anzuregen, bspw. zu neuen Themen wie Forschung zu Kultur in den sozialen Medien. Außerdem wollen wir eine Überarbeitung der Homepage angehen. Als eigene, neue Ausrichtung haben wir für uns ein breites Kulturverständnis gesetzt, wobei wir auch aktuelle Themen wie die sogenannte E-Culture oder Film- und Kinowelt mit aufnehmen wollen.
 
Welche Ansätze wollen Sie bei diesem breiteren Kulturverständnis verfolgen? Und wie soll der Austausch mit Praktiker*innen aus diesen Feldern vorangebracht werden?
 
RR: Veranstaltungsorte wie Kinos begreifen sich verstärkt als kulturelle Orte und nicht nur als Film-Abspielstätten. Da erfolgt neben dem gewandelten Selbstverständnis auch ein gesellschaftlicher Wandel. Hier sollten wir den Kontakt suchen und die Entwicklungen beobachten, begleiten und schauen, welche neuen Forschungsansätze entstehen. So ein Kontakt kann zum Beispiel darin bestehen, sich über Kulturmanagement-Techniken wie Markt- und Publikumsanalysen und daraus folgende Strategieentwicklungen oder auch Markenbildungsprozesse in den Kinos auszutauschen. Digitale Kultur ist ebenso wichtig. Damit ist zum einen gefragt, wie E-Culture funktioniert. Zum anderen stellt sich die Frage, ob es überhaupt genuin digitale Kulturproduktion gibt und wie diese ausschaut. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob und, wenn ja, welche Kulturunternehmen Potenziale, aber auch Herausforderungen im Zuge der Digitalisierung sehen? Hiermit sind die digitale Verwaltung von Sammlungsbeständen, aber auch der Umgang mit Publikumsdaten sowie die Vernetzung der Datenpools mit anderen Institutionen gemeint. Wir sollten außerdem ein Auge auf die Entwicklungen im Vereinswesen und in der freien Kultur haben, denn sehr viel Engagement etabliert sich in der freien Szene, in neuen kulturellen Formen und in der Jugendkultur. 
 
Dieses breite Kulturverständnis ist auch darauf ausgelegt, das Feld zu erweitern, und dabei spielen die Praktiker*innen eine wesentliche Rolle. Sie geben uns den Zugang, haben gleichzeitig aber auch eigene Fragen. Das fängt mit einer Systematisierung von Kulturförderung an und geht bis hin zu Fragen danach, wie man einen Kulturverein organisiert und wie man ehrenamtliche Mitarbeiter*innen führt. Eine solche Erweiterung des Kulturverständnisses hat viel mit Vertrauen zwischen Forschenden und Praktiker*innen zu tun, weil die Forschung anders funktioniert als die Praxis. Nicht aus jeder Forschung kann beispielsweise eine To-Do-Liste für die Praxis generiert werden, aber man kann Wissen bereitstellen. So stelle ich mir diese Verbindung zwischen Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen vor.
 
VA: Bei uns im Vorstand herrscht das Verständnis, dass Austausch zwischen Theorie und Praxis ein Kreislauf ist. Also dass auf der Praxisseite sehr viel Wissen ist, das in die Forschung fließen müsste, und dass nicht nur die Forschung in die Praxis einfließt. Wenn man bspw. in die Museen schaut, die sich als Forschungsmuseen bezeichnen, sehen sich die Mitarbeitenden dort als Wissenschaftler*innen. Die Trennung zwischen Theorie und Praxis, Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen verwischt also an vielen Stellen. Wir wollen dieses Verwischen nicht nur bewusst zulassen, sondern auch aktiv dafür sorgen, dass mehr Austausch entsteht. Dieser Austausch fehlt mir, nicht nur im Fachverband, sondern im Forschungsbereich generell. Das ist einer der Ansatzpunkte, der auch während der nächsten Jahrestagung des Fachverbandes im September 2023 in Berlin eine große Rolle spielen wird. Es wird um kulturelle Teilhabe gehen, daher macht es Sinn, das Themenfeld breit zu denken.
 
Katharina Pfennigstorf: Für mich spielen in diesen Kreislauf zwischen Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen zwei Dinge rein: Zum einen haben wir in der Lehre sowohl Studierende aus dem Kinobereich als auch aus den Kulturbetrieben der Hochkultur. So fließen Forschungsergebnisse in die Praxis ein und gleichzeitig kommen Erfahrungswerte zurück, an denen sich die Theorieseite selbst überprüfen muss. Zum anderen sollen Leute, die nicht unmittelbar in der Forschungslandschaft stecken Zugriff auf Studien etc. haben, wofür der Fachverband z.B. über die Webseite ein gutes Portal bereitstellen kann.
 
VA: Bei solchen Verbindungen zwischen Praxis und Wissenschaft sollten wir keine unnötigen Berührungsängste haben. Der Tagesspiegel hat zum Beispiel vor kurzem darüber berichtet, dass es eine neue Kinostudie der Kinos selbst gibt zur Coronasituation und zur Rückkehr des Publikums. Die Kinobranche ist mit der Veröffentlichung von solchen Evaluationen hier schneller als der gesamte restliche Kulturbereich. Die Verantwortlichen aus der Kinobranche - insbesondere die Filmförderungsanstalt, die diese Studie in Auftrag gemacht hat - sind für mich deshalb interessante Partner*innen für den Austausch. Es ist ein gleiches Forschungsthema, nur aus verschiedenen Blickwinkeln. Warum sollte ich das ignorieren?
Welche Themen über den Kontakt zur Praxis hinaus wollen Sie zuerst angehen?

HG: Wir sind gerade mitten im Prozess, die Themen aufzuteilen. Nach Corona müssen wir nun aus dem Dornröschenschlaf herauskommen, die sicherlich veränderten Wünsche und Bedarfe unserer Mitglieder kennenlernen und entsprechende Angebote erarbeiten. Anfang 2023 wird es zum Jahresauftakt ein digitales "Meet the Vorstand" geben, um in den Austausch mit den Mitgliedern zu kommen. Wir wünschen uns auch eine Mitgliederversammlung im Rahmen der Jahrestagung, bei der 60 bis 80 Prozent der Mitglieder da sind. Im Zuge der Bewerbung der Jahrestagung werden wir gezielt Fachkolleg*innen anschreiben, die bisher nicht Mitglied im Fachverband sind, um hier neue Kontakte zu generieren. Die anderen Themen werden wir dann sukzessive angehen. Wir sind im übrigen auch immer noch auf der Suche nach Mitgliedern, die die Arbeit der Gruppe der Nachwuchswissenschaftler*innen vorantreiben. Wer Lust hat, sich hier zu engagieren meldet sich bitte gern bei uns. 
 
VA: Einige der anstehenden Aufgaben könnten wir über die nächste Jahrestagung angehen, indem man sie thematisch und vom Format her neu aufsetzt. Hier gehört bspw. dazu, auch Praktiker*innen ein Plenum zu geben und Interaktivität großzuschreiben. Wir wollen beispielsweise Studierende involvieren, um ihren Blickwinkel in der Formatentwicklung zu haben. Dadurch soll die Tagung für einen breiteren Personenkreises interessanter werden, mehr Interesse wecken, sich im Fachverband einzubringen, und Nachwuchs anziehen. Dafür muss man Partner*innen finden, mit denen man kooperieren und den Fachverband für die Zukunft anders aufstellen kann. Das war während der Pandemie sehr schwer, weil fast niemand Ressourcen hatte und wir uns mit anderen Themen, wie der Pandemiebewältigung in den eigenen Institutionen, beschäftigen mussten. Jetzt ist ein guter Moment, um Luft zu holen und zu überlegen, in welche Richtung man etwas bewegen kann.
 
RR: Wir müssen zudem überlegen, wie wir unsere Mitgliedschaften stärken können, denn es steht ein Generationswechsel an. Einige scheiden aus ihren Professuren aus, da kommen neue Leute nach. Wir müssen außerdem daran arbeiten, wie wir im Kulturmanagement-Forschungsbereich in Deutschland, Schweiz, Österreich funktionieren und unser Standing weiterentwickeln. Da helfen uns auch die Kontakte in die internationale Welt, die Martin Tröndle und Steffen Höhne mit der Zeitschrift aufbauen. 
 
Gibt es darüber hinaus weitere Pläne fürs Journal?
 
RR: Das Journal ist in den letzten Jahren internationalisiert und professionalisiert worden. Beim Transcript Verlag hat es eine gute Verankerung bekommen und es hat eine gut funktionierende Webseite. Da haben Martin Tröndle und Steffen Höhne ziemlich viel Energie reingesteckt. Die Frage ist ja immer: Wie beteiligt man sich mit seinen eigenen Belangen an so einem - auch aus dem Verband heraus gewachsenen - Medium? Dementsprechend hat die Mitgliederversammlung einen Sponsoring-Vertrag als neues Verhältnis zum Journal angeregt. Gleichzeitig sorgt die Neuordnung des Verhältnisses dafür, dass die beiden Editors in Chief das Journal eigenständig weiterentwickeln können. 
 
In welcher Rolle sieht sich der Fachverband, wenn es darum geht, der Pandemie bzw. ihren Folgen im gesamten Kulturbereich zu begegnen? 
 
HG: Der Fachverband begleitete durch seine Mitglieder forschend und impulsgebend die Situation während der Pandemie und danach. Wir haben immer ein offenes Ohr für die Fragestellungen, die aus der Praxis kommen, greifen diese auf und richten die Forschung daran aus. Bspw.: Wie wirkt sich die Corona Situation auf die Finanzierung von Vereinen aus? Wie wird kulturelle Teilhabe nach Corona aussehen? So wie ich das erlebt habe, heben wir als Forschende aber zu oft den mahnenden Zeigefinger, bspw. weil manche Häuser verschlafen haben, die Situation als Chance zu nutzen, oder sie ein Stück weit ausgesessen haben. 
 
KP: Ich sehe den mahnenden Zeigefinger auch auf uns und die Hochschulen gerichtet. Wenn wir nicht relevant bleiben in dem, wie wir Lehre machen, sind wir irgendwann diejenigen, die Chancen der Pandemie verschlafen haben. Wir können Anregungen liefern und im Austausch sein, aber wir sollten uns bei uns selbst gut anschauen, was wir bei anderen kritisieren. Es war nicht alles schön, was man im Hochschulbereich - zumindest in Österreich - in den letzten zweieinhalb Jahren gesehen hat; was da passiert oder vor allem auch nicht passiert ist, oft auf Kosten der Studierenden. In den Anfängen der Pandemie, als man noch nicht wusste, von welchen Zeiträumen wir letztlich reden würden, wollten manche die Situation am liebsten aussitzen, bei anderen gab es große Hürden in Bezug auf die digitale Lehre zu überwinden. Statt der Differenzierung, welche Formate für welche Inhalte auch zukünftig sinnvoll sein könnte, gab es bei einigen nur den Wunsch nach einer Rückkehr zur früheren Normalität, ohne auch deren Mängel in den Blick zu nehmen und eine neue Normalität zu probieren. Gleichzeitig gab und gibt es Kolleg*innen, die sich mit viel Neugierde und Arbeitsaufwand in die neue, digitale Lehre eingearbeitet haben und tolle digitale Lehrformate entwickelt haben. Auch zur neuen, digitaleren Normalität der Lehre im Kulturmanagement möchten wir thematisch arbeiten.
 
RR: Abgesehen von Corona befinden wir uns seit mehreren Jahren in einem gesellschaftlichen Wandel, der zu einem kulturellen Wandel führt, der wiederum die Fragen aufwirft: Was funktioniert als Kulturangebot noch, was funktioniert nicht? Es etablieren sich neue Modi, Kultur wahrzunehmen - egal was für eine Art von Kultur. Diesen Wandel aufzuzeigen und zu begleiten, ist die vornehmliche Aufgabe für den Verband und für die Leute, die in diesem Bereich forschen. Dementsprechend wäre ich fast vorsichtig damit, zu sagen, wir arbeiten mit den gängigen Player*innen zusammen und versuchen, Lösungen für deren Probleme zu finden oder denen Wissen bereitzustellen. Wir müssen zunächst selbst herausfinden, wie wir mit diesem Problem umgehen, theoretische Aspekte herausarbeiten und die Phänomene begreifbar machen. Das gehört zu post-Corona mit dazu, sonst forschen wir an der Sache vorbei.
 
Relevanz ist ein viel diskutiertes Thema im Kulturbereich. Gibt es Ideen, wie der Fachverband konkrete Forschungsergebnisse an Institutionen herantragen kann?
 
VA: Die Mitglieder haben alle unterschiedliche Forschungsthemen, manche davon anwendungsorientierter, manche theoriebildender, aber es ist ein Fachverband der Forschenden und Lehrenden. Ich glaube, dass wir das einzeln vielleicht je nach Arbeitsschwerpunkt tun, aber dass der Fachverband der Forschenden und Lehrenden global da der falsche Sender für wäre. Mit konkreten Handlungsempfehlungen für einzelne Häuser halte ich persönlich mich ohnehin zurück, außer ich stehe mit ihnen in konkretem Projektbezug und es ist ausdrücklich meine Aufgabe. Ansonsten kenne ich den Kontext dort einfach nicht gut genug und allgemeingültige Kochrezepte anzubieten, wäre aus meiner Sicht nicht hilfreich. Aber da muss jede*r Wissenschaftler*in für sich je nach Kontext oder auch ganz generell eine Rolle finden. 
 
RR: Durch Forschung gewonnene Ergebnisse geben wir samt Techniken, Methoden und Inhalten an Studierende weiter. Das ist eine wichtige und relevante Aufgabe, die wir als Lehrende an Universitäten haben. Die Studierenden sind hier in einer Mittler*innenrolle und stellen eine Verbindung in die Praxis dar. Ich bin genauso vorsichtig wie Vera, Handlungsempfehlungen weiterzugeben. Unsere Stärke ist das Reflektieren des kulturellen Feldes und die Systematisierung des Geschehens. Ich glaube aber, in der Kommunikation von Forschungsergebnissen gibt es noch eine große Baustelle - nicht nur bei uns. 

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