15.11.2018
Veranstalter
ecce | european centre for creative economy
Emil-Moog-Platz 7
44137 Dortmund
Deutschland
Frau Claudia Löhr

Tagung/ Kongress

6. Creative Industries Dialog NRW

Anfangsdatum: 13.02.2019 12:00
Enddatum: 13.11.2018 17:40
Location: Dortmunder U / View
Veranstaltungsort: Dortmund
Teilnahmekosten: keine
ZUKUNFT KREATIVWIRTSCHAFT: Der Brexit und seine europäischen Folgen

Die Kreativwirtschaft Nordrhein-Westfalen ist eine erhebliche Wirtschaftskraft: knapp 300.000 Beschäftigte und rund 51.600 Unternehmen erzielten 2015 36 Mrd. Euro Umsatz – nicht allein in NRW, sondern auch in internationalen Märkten.

Der gerade 2017 veröffentlichte UNESCOWeltbericht „Advancing creativity for employment“ verweist darauf, dass allein von 2013 bis 2014 der Wert globaler Exporte der Kreativwirtschaft von 212,8 $ auf 253,2 Mrd. $ gestiegen ist. Ob Film, Musik, Literatur, Design, bildende und darstellende Künste und auch Architektur – schon immer waren diese international gefragt, doch seit rund 5 Jahren hat die Digitalisierung der Kreativwirtschaft eine noch nie da gewesene Nachfrage und globale Reichweite beschert: sei es über digitale Plattformen, die zum Beispiel Musik, Film und Games jedem jederzeit überall im Handy bereitstellen wollen, sei es durch eine neue internationale Logistik, die Produkte aus aller Welt quasi uber Nacht liefert oder durch die immateriellen Dienstleistungen in Design und Software, deren Märkte mit 100 MBit Geschwindigkeit in jedem Moment lokal und zugleich international sind. Wie und wo steht die Kreativwirtschaft NRW in diesem globalen Wettbewerb – heute und in zehn Jahren?

Diese Fragen werden nicht zu letzt durch den im März 2019 in Kraft tretenden BREXIT von Tag zu Tag drängender und aktueller. Doch der im Dezember 2017 veröffentliche Monitoring-Bericht des BMWI zur Kreativwirtschaft wirft noch grundsätzlichere Fragen auf, denn: Der Exportanteil der Gesamtwirtschaft Deutschlands lag 2015 bei 20,2% des durchschnittlichen Branchenumsatzes, der der Kreativwirtschaft bei 3,8%.

Diese Statistik scheint im offensichtlichen Widerspruch zum internationalen Selbstverständnis und zur digitalen Reichweite der Kreativwirtschaft zu stehen.

Es ist höchste Zeit, die internationalen Rahmenbedingungen der Kreativwirtschaft auf die Tagesordnung zu setzen und ihre Chancen wie Risiken fur die Betriebe vor Ort greifbarer und gestaltbarer zu machen – auch, aber nicht nur aus Anlass des BREXIT. Denn die strukturelle Export-Schwäche der Kreativwirtschaft verlangt sicherlich nach unternehmerischen und politischen Strategien uber den BREXIT hinaus.

Rund 110 TeilnehmerInnen besuchten im vergangenen Januar 2018 den 5. Creative Industries Dialog NRW im Dortmunder U -> Mehr Infos finden Sie HIER

Der Creative Industries Dialog NRW wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.