14.01.2014

Magazin Januar 2014

Ausgabe 86: Nackt

Wie jedes Jahr im Januar steckt hinter unserem Schwerpunktthema weit mehr, als es der Titel vermuten lässt. So bedarf es anscheinend wenig, nackt zu sein. Doch ist die natürlichste unserer Erscheinungen beladen mit zahlreichen, sozial, kulturell und religiösen Assoziationen und Bewertungen. Der nackte Körper ist ein Kampffeld das ist heute so wie vor 2000 Jahren. Doch nackt sind wir nicht nur physisch. Wir werden auch durch andere Aspekte reguliert und entblößt.
 
Wir werden auch durch andere Aspekte reguliert und entblößt. Wie sieht es heute mit unserer und gesellschaftlichen Transparenz aus? Wie privat leben wir eigentlich noch, wenn jeder, der über die technischen Möglichkeiten verfügt, uns ausspähen kann? Was passiert mit unserer Privatsphäre, wenn wir diese ganz freiwillig in den Social Media preisgeben? Und was wollen und was müssen wir über andere wissen? Was bedeutet die Transparenz anderer für unsere Verantwortung in unserem Handeln? Nach einem Jahr der turbulenten Diskussionen um NSA-Ausspahungs-Skandale liegt die Frage nahe, wie privat wir heute noch leben bzw. leben konnen. Was passiert, wenn wir zu glasern werden, große Teile unseres privaten Ichs aufgeben, in einer Community oder einem Kollektiv aufgehen? Diese Freizugigkeit muss sicher noch in all ihren Auswirkungen betrachtet werden. Aber auch unter rechtlichen und gesetzlichen Aspekten muss untermauert werden, was uns zusteht, was unser Staat, die Behorden und andere Staaten uber uns nicht erfahren durfen und auch, was wir über sie erfahren sollten.
 
Wann also ist nackt zu nackt? Wer bestimmt die Regeln? Was beeinflusst das Verhältnis der Gesellschaft zur Nacktheit? Und kann überhaupt noch eine Regulierung stattfinden? Symptomatisch für die Hilflosigkeit im Umgang mit der Darstellung von Nacktheit, und einhergehend damit das Zeigen von Sexualakten und Pornographie, ist beispielsweise der Wandel und das Facettenreichtum der Zensur.
 
Wie sieht es im Kulturbetrieb aus? Wird umsichtig mit dem Budget, mit den Mitarbeitern und anderen Ressourcen gearbeitet? Das Schlagwort ist auch hier Transparenz. Gefordert wird diese, doch ist sie uberhaupt realisierbar? Ist Transparenz eine Utopie? Diesen Fragen und Facetten von Nacktheit geht das erste Magazin des Jahres 2014 nach.

Inhaltsverzeichnis

SCHWERPUNKT - Nackt
 
KM IM GESPÄCH
  • Kampffeld Nacktheit, Scham und Entschämung. Ein Interview mit Dr. Oliver König, Seite 5
THEMEN & HINTERGRÜNDE
  • Der nackte Zwang. Ein Beitrag von Ingrid Thurner. Seite 9
  • Privatheit und Transparenz. Ein Beitrag von Carsten Ochs. Seite 19
  • Nackt im Netz? Über Datenspuren und selektive Distribution in digitalen Medien.
    Ein Beitrag von Mark Dang-Anh. Seite 24
KOMMENTAR
  • Unser Kompass? Ideologie oder Verständnis? Wie transparent sind wir eigentlich? Ein Beitrag von Frans van der Reep, Seite 31
KM GALLERY
  • Zerrissenheit. Körper. Geist. Die Arbeiten der Künstlerin Wang Yuhong, Seite 35
 
DER MONAT
 
KM KOLLOQUIUM
 
  • Treffen der Disziplinen. Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement an der Fachhochschule Kufstein Tirol (Österreich) Ein Beitrag von Verena Teissl. Seite 38
  • Lebenslügen Kultureller Bildung. Interview mit Prof. Holger Noltze. Seite 4
KM IM GESPRÄCH
  • Lebenslügen Kultureller BildungInterview mit Prof. Holger Noltze, Seite 43
  • Change-Management im KulturbetriebVon der Kulturmarke zum Brand - ein Interview mit Beatrice Stirnimann, Seite 47
TAGUNGEN & KONFERENZEN/VORSCHAU
  • Fachtag "Barriere? frei!" Strategien zur Umsetzung von Barrierefreiheit in Jugend- und Kultureinrichtungen, Seite 42

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