02.12.2015
Meldung

Broschüre für Kulturentwicklungskonzeptionen (KEK) in zwei Thüringer Modellregionen

Im Rahmen der Veranstaltung »Kulturpolitik als Transformationspolitik Mit und von Thüringen lernen?!« wurden am 26.11.2015 die Ergebnisse eines intensiven mehrmonatigen Diskussionsprozesses um die Kulturentwicklungskonzepte für zwei Thüringer Modellregionen präsentiert. Die Broschüre behandelt Qualitäten wie Strukturprobleme der Modellregionen und zeigt Strategien regionaler Kulturpolitik auf. Intensiv beleuchtet werden auch die Handlungsfelder für eine zeitgemäße Kulturentwicklung.
Die Erarbeitung der beiden Kulturentwicklungskonzeptionen geht auf das im Jahr 2012 verabschiedete Kulturkonzept des Freistaats Thüringen zurück. Einer Empfehlung dieses Konzeptes entsprechend wurden ein Jahr später zwei Modellregionen (Landkreis Hildburghausen und Landkreis Sonneberg) ausgewählt, in denen die Erarbeitung von interkommunalen Kulturentwicklungskonzeptionen gefördert wurde. In einem beteiligungsintensiven Prozess mit zahlreichen Kulturschaffenden vor Ort konnten zeitgemäße Ansätze für die Veränderung der regionalen kulturellen Projekte und Infrastrukturen erarbeitet werden.

Festzustellen sei, so sagte Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, dass das gemeinsame Nachdenken staatlicher und nicht-staatlicher Akteure über die Perspektiven der Kulturpolitik eines der wichtigsten Ergebnisse der Kulturentwicklungskonzeption sei. »Gute Kulturpolitik ist eben eine Gemeinschaftsaufgabe.«

Am Beispiel Südthüringens wurde zudem im Auftrag des Instituts für Kulturpolitik erstmals eine soziologische Netzwerkanalyse durchgeführt, um die Gegebenheiten, Möglichkeiten und Lücken regionaler Kultur aufzudecken und für künftige strukturelle Planung nutzbar zu machen. Sie hat wichtige Erkenntnisse zu Tage gefördert, da die Themen Koordination und Kooperation zentral für Kulturentwicklung sind. Sie werden nicht nur im Thüringer Ministeriums für Wissenschaft, Bildung und Kultur, sondern überall in Kulturmanagement und Kulturpolitik diskutiert. Dabei war die Durchführung einer solchen Analyse ein Novum in einem Kulturentwicklungsprozess. Ihre Ergebnisse zeigen aber, dass die Methode in vielen vergleichbaren Planungen zukünftig Anwendung finden wird.

Die Broschüre zum Download finden Sie hier.

Informationen zur Kultur-Netzwerkanalyse für den Landkreis Hildburghausen
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