26.10.2011

Autor*in

Kornelia Bauer
Meldung

Startschuss für ORF III

Heute am österreichischen Nationalfeiertag, dem 26. Oktober 2011, um Punkt 14.00 Uhr startet der neue 24-Stunden Spartensender ORF III Kultur und Information. Das Programmangebot wird von Österreichs Kulturszene mit Spannung erwartet und wurde schon im Vorfeld mit Vorschusslorbeeren bedacht.
Der erste Tag steht ganz im Zeichen des eigenen Senders. Die ersten 30 Minuten widmen sich dem Thema Ein Sender entsteht und somit der eigenen Entstehungsgeschichte. Passend zum Nationalfeiertag wird danach auf die österreichische Fernsehgeschichte und die Geschichte der Republik zurückgeblickt. Im Hauptabendprogramm präsentiert ORF III-Aushängefrau Barbara Rett in Erlebnis Bühne Mozarts Don Giovanni, eine Aufzeichnung der Salzburger Festspiele 2006. Sie bietet den Auftakt zu einer Aufzeichnungsreihe von Mozart-Opern, insgesamt werden es 22 sein.

Der österreichische Rundfunk reagiert laut einer Aussendung mit dem Start von ORF III auf das steigende Interesse an zielgruppenspezifischem Spartenprogramm. So soll sich die stetig wachsende Zielgruppe an kulturinteressierten SeherInnen über das bisherige Angebot der Hauptabendprogramme hinaus zusätzliche Inhalte in den Bereichen Kultur, Information und Zeitgeschehen gewünscht haben. In einem Kurier-Interview wünscht sich Geschäftsführer Peter Schöber SeherInnen quer durch alle Alters- und Bildungsschichten.

Das ORF III-Programm basiert auf vier Programmsäulen:
Kultur, Religion, Volkskultur und Regionalität
Zeitgeschichte und Zeitgeschehen
Information: Demokratie- und EU-Verständnis stärken
Bühne für österreichische Kunst- und Kulturschaffende

Jeder Tag wird mit Hintergrund der jeweiligen Programmsäule unter einem bestimmten Label gesendet und ist bestimmten Themenbereichen gewidmet.
Montag ist Doku-Tag
Dienstag steht im Zeichen von Kunst und Kultur
Mittwoch steht Religion und Wissenschaft im Mittelpunkt
Donnerstag konzentriert sich auf den Schwerpunkt Europa
Freitag ist Österreich-Tag
Samstag ist Zeitgeschichte-Tag
Sonntags bieten die Verantwortlichen Ihren ZuseherInnen Schwerpunkte zum Thema Oper, Theater und Konzerte

Peter Schöber nennt als wichtigstes Ziel von ORF III die Stärkung des Demokratieverständnisses und der Europakompetenz in Österreich. Dabei setzt er seinen Schwerpunkt auf hochkarätige Diskussionen aus dem Europaparlament.

ORF III, als eigenständige GmbH im ORF Konzern eingegliedert, stehen jährlich ca. 5.7 Millionen Euro zur Verfügung, wovon cirka 2.5 Millionen Euro für Infrastrukturkosten aufgewendet werden. Den 18 eigen finanzierten Sendungen liegt demnach 3.2 Millionen Euro Programmbudget zugrunde.

Spannend wird der direkte Vergleich von ORF III mit ZDF.Kultur. In Deutschland ist das Kulturprogramm, das ein ähnliches Format wie ORF III aufweist, seit einem halben Jahr auf Sendung. In der kommenden Ausgabe des KM Magazins wird ein Interview mit dem Programmchef von ZDF.Kultur erscheinen.
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