13.11.2015
Voschau Weiterdenken. Soziokultur 2030 2015

Ein Beitrag der Soziokultur zum Wissenschaftsjahr "Zukunftsstadt"

Das Wissenschaftsjahr 2015 Zukunftsstadt zeigt, wie Forschung heute schon dazu beiträgt, Städte nachhaltig lebenswert zu gestalten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lösen gemeinsam mit Kommunen, Wirtschaft, Bürgerinnen und Bürgern konkret und vor Ort die großen gesellschaftlichen Herausforderungen: Es geht um sichere Energie, um klimaangepasstes Bauen, es geht um Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Kultur, Bildung, Mobilität und vieles mehr.
Eigentlich ein Thema, zu dem Kultur viel zu sagen hat. Aber von Seiten der Kulturinstitutionen oder gar des Kulturmanagement kam bisher wenig Input. Im Gegensatz dazu haben sich mehrere Akteure der Soziokultur zusammengeschlossen, um sich den Fragen der Zukunft zu Kultur, Urbanität und Zivilgesellschaft zu stellen.
 
In wenigen Jahren wird unsere Gesellschaft älter und transkultureller und unser Alltag digitalisierter sein. Zuwanderung, Generationswechsel, Stadt- und Regionalentwicklung sind beherrschende Themen. Wie wird das Zusammenleben in Städten und auf dem Land funktionieren? Wie können wir BürgerInnen die Zukunft mitgestalten? Und welchen Beitrag kann die Soziokultur leisten? Die Soziokultur ist als kulturelle Praxis mit ihren Methoden der aktiven Beteiligung sehr mit dem Alltagsleben ihres jeweiligen Umfeldes verbunden und gestaltet unmittelbar die gesellschaftlichen Veränderungen der Zukunft mit.
Das haben die drei Landesverbände LAG Soziokultur Niedersachsen, LAG Soziokultur Thüringen und LAKS Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft zum Anlass genommen, das Forschungsprojekt Weiterdenken. Soziokultur 2030 zu starten und haben KünstlerInnen dazu aufgerufen, ihre Projektideen zur künstlerischen Erforschung der Zukunft der Soziokultur zu formulieren. 140 KünstlerInnen haben ihre Ideen eingereicht. Die Jury hat 14 künstlerische Forschungsprojekte ausgewählt, die sich während des Symposiums im Rahmen des Wissenschaftsjahres Zukunftsstadt präsentieren.
 
Kann Spuren von Kunst enthalten!
 
Das Symposium Kann Spuren von Kunst enthalten findet vom 25. bis 26. November 2015 im Pavillon Hannover statt. Es dient dazu, diejenigen KünstlerInnen bzw. Künstlergruppen auszuwählen, deren Fragen, Konzepte und Forschungsansätze die Zukunftsfähigkeit der Soziokultur am ehesten befördern. Die KünstlerInnen und Künstlergruppen begeben sich mit den TeilnehmerInnen des Symposiums auf die Reise und präsentieren ihre nominierten Projektideen zur Erforschung der Soziokultur und stellen diese zur Diskussion. Ziel der Reise ist die Auswahl von 5 künstlerischen Konzepten, die im Rahmen des Gesamtprojektes Weiterdenken. Soziokultur 2030 umgesetzt werden.
 
Wissenschaftlich begleitet wird die Expedition von
Prof. Dr. Raimund Vogels / Direktor des Center for World Music
Stefan Horn / Director Urban Dialogues
Dr. phil. Dipl.- Ing. Oliver Parodi / Geschäftsführer des KIT-Zentrums Mensch und Technik, Karlsruher Institut für Technologie
Tobias Knoblich / Kulturdirektor Erfurt, Vizepräsident der Kulturpolitischen Gesellschaft
 
mit Vorträgen zu Fragen der demografischen Entwicklung, der ästhetischen Erneuerung und der politischen Herausforderungen im Kontext sich verändernder Urbanität.
 
Das gesamte Programm können SIe als hier als PDF einsehen.
 
Das Symposium fungiert als Marktplatz der Ideen für die TeilnehmerInnen vor Ort und als Knotenpunkt der Vernetzung, als Austausch- und Kooperationsplattform zwischen Soziokultur, Kommunen, Politik, Kunst und Wissenschaft. Moderiert wird die Expedition von Axel Watzke/anschlaege.de und der Schauspielerin Miriam Jansen.
 
Weitere Informationen erhalten Sie hier. Unter diesem Link können Sie sich bis zum zum 18. November anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 50 Euro.
 
Aktuelle Informationen zum Symposium finden Sie auf Twitter:
#spurenvonkunst
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