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25. Juni 2017

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Bücher

Strategien für die Veranstaltungsplanung 2.0

Im neusten Band der stetig wachsenden, in blau gehaltenen ebam media business libary beschäftigt sich der in Hamburg lebende und wirkende Autor Peter Cramer mit dem aus seiner Sicht steig an Bedeutung gewinnenden Thema Social Media und Event.

Dabei verspricht er für die Zielgruppe der Event- und Medienmanager, Agenturen etc. nicht weniger als konkrete Strategien, Werkzeuge und vor allem Herangehensweisen, um den aktuellen Herausforderungen der gesamten Eventbranche durch die neuen Möglichkeiten des viel zitierten Web2.0 gewachsen zu sein.

Zunächst geht Cramer in seiner Publikation auf Allgemeines ein, verdeutlicht am Bespiel von Google, welche Reichweite und Informationstiefe das Internet heute hat und zeigt zudem, welche Bevölkerungsgruppen heute bereits online sine. Eine erste Kernaussage Cramers ist: „Wer heute erfolgreich kommunizieren will, kommt nicht umhin zielgruppenrelevante Kommunikations-Cocktails zu mixen.“ (S. 21) Und so beschreibt er vor allem das Event als Zentrum und als Motor der Kommunikation. Dabei sieht er den stetig wachsenden Online Dialog auf sozialen Netzwerken als virtuelles Pendant eines physischen Events, das jedoch ohne zeitliche und räumliche Grenzen. Generell bemängelt Cramer in seine Einführung eine fehlende Transparenz der gesamten Eventbranche und resümiert, dass „mangelhafte Transparenz (...) für einen erfolgreichen Dialog im Web 2.0 kontraproduktiv“ sei. Vor allem hätten die heute gängigen Vermittlungsprovisionen keine Zukunft mehr, dafür würde die durch das Web 2.0 geschaffene Transparenz gesorgt, so der Autor. 

Im Anschluss geht Cramer kurz und knapp auf die Geschichte und die Zukunft von Social Media ein, um weiterführend den zentralen Aspekt des Social-Media-Marketing (SMM) für Events genauer zu beleuchten. Denn für Cramer ist „Social Media eine maßgebliche Veränderung in allen Lebensgewohnheiten, dem Kommunikationsverhalten, sowie dem Freizeitverhalten.“ Um seine These zu untermauern, stellt er im Anschluss ca. 20 gängige Social-Media Plattformen, von youtube bis twitter, dar, die teilweise mit Checklisten für den korrekten bzw. konsequenten Umgang damit angereichert sind. 

Die präzise formulierten, quasi Cramerschen „10 Gebote“ des Social Media, von Offenheit und Flexibilität, über Ausdauer bis hin zu Helfen, führen gezielt zu einigen erfolgreichen Beispielen, darunter eine Shoperöffnung von IKEA, wie Social Media-Aktivitäten in der Praxis effizient eingesetzt werden kann.

Erst im abschließenden Teil seines Buches geht Cramer schließlich auf die konkrete Bedeutung von Social Media für Events und den gesamten Eventbereich ein. Dabei stellt er diskussionswürdige Thesen auf, wie zum Beispiel, dass Events (in der derzeitigen Form) keine Zukunft haben werden. Seinen Fokus richtet Cramer hingegen auf die Verschmelzung von On- und Offline, um daraus ein erhöhtes Potential für Events zu ziehen. Neben einigen Best-Practice Beispielen gibt Cramer leider erst ganz zum Schluss seines Buches konkrete und durchführbare Tipps, wie Social Media für die Planung und Durchführung eines beliebigen Events gezielt eingesetzt werden kann. 

Letztlich bietet „Social Media und Event“ einen interessanten Ansatz, wie beide Aspekte  zusammenwachsen können, denn, das wird bei Cramer stets deutlich, ohne SMM werden Veranstaltungen, wie wir sie heute kennen, in naher Zukunft nicht mehr funktionieren. Leider ist der Abschnitt, in dem Cramer konkrete Tipps gibt, um auch Social Media-Neulingen etwas zu bieten, zu kurz gehalten. Daher ist dieses Buch vor allem eine Empfehlung für die, die einen ersten Überblick über das Themenfeld erhalten möchten.

Details und Bestellung: www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3981344634/ref=nosim/kulturmanagement

Rezensent: Prof. Martin Lücke, Bochum/München
31.01.2012, Dirk Heinze
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